Orgelkonzert
Olivier Latry

Sommerkonzerte in der Abtei Brauweiler
Der Franzose Olivier Latry gilt als weltweit führender Botschafter für sein Instrument. Er spielt an den renommiertesten Orten der Orgelmusik und hat eine beeindruckende Anzahl von Werken uraufgeführt. Für zwei Abende kam er in die Abteikirche Brauweiler.

Es war schon doppeltes Glück, dass das Orgelkonzert in der Abtei Brauweiler mit Olivier Latry stattfinden konnte. Zum einen, weil es gelang, den Orgelvirtuosen aus Paris überhaupt nach Brauweiler zu holen, zum anderen, weil er andere Konzerte (etwa in Dresden) wegen Corona-Beschränkungen absagen musste.
Obwohl jeder zulässige Platz bei beiden Konzerten besetzt war, blieb der Kreis der begeisterten Zuhörer und Zuhörerinnen zwangsläufig überschaubar. Umso wertvoller ist es, dass die Konzertteile jetzt auch im Internet hörbar gemacht werden.

Der Orgelabend hatte nicht nur durch den Solisten einen starken französischen Akzent. Latry spielte im ersten Teil auf der Orgelempore zwei Werke von Louis Marchand. Diese rahmten eine Bach-Fantasie (BWV 572) ein, die wiederum von französischer Orgelmusik angeregt wurde, was auch der Titel „Pièce d'Orgue“ widerspiegelt.

Bei den Quatre pièces (Marchand) beeindruckte vor allem das markante Trompeten-Wechselspiel im dritten Teil in einem insgesamt gedämpften Stück. Die eher bekannte, weil oft gespielte Bach-Fantasie in G-Dur beginnt demgegenüber beschwingt, fast fröhlich und es ist wunderbar zu hören (und jetzt zu sehen), wie Latry vorwärtsdrängend quasi die Töne von der Empore perlen lässt, bis sie im zweiten Teil getragen von den Pedaltönen immer mehr an Intensität gewinnen. Den Schluss interpretiert dann Olivier Latry als ruhigen, nachdenklichen Ausklang.

Höhepunkt des zweiten Teils an der Chororgel, den Latry auswendig spielte, waren zweifellos die Variationen von Franz Liszt zu dem Bach-Thema „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ in der Bearbeitung für Orgel von Marcel Dupré. Das ist nicht nur eine Hommage an Johann Sebastian Bach, sondern in seiner Dramatik von ganz eigener Qualität. Eine klingende Welle von Trauer und Verzweiflung, die aber in dem hoffnungsvollen Choral „Was Gott tut das ist wohlgetan“ mündet.

In der abschließenden Improvisation über das Kirchenlied „Morgenstern der finstern Nacht“, zeigte Latry, dass er auch ein Meister des Improvisierens ist. Das Konzert war nur ein kleiner Einblick in die Orgelkunst Latrys – der aber dem Zuhörer zu Herzen ging.

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